Wo findet der Handel statt

Der foreign exchange market Handel findet praktisch nur noch auf elektronischem Wege statt, vor allem bei Kreditinstituten aber auch bei Privatpersonen, Maklern oder Industrieunternehmen. Sicherlich ist bei der Höhe der Beträge, oftmals mehrere Hundert Millionen bis hin zu Milliarden, verständlich, dass keine reale Barwerte, sprich Geld, getauscht werden sondern ausschließlich Buchgeld.

In letzter Zeit haben sich auch Privatpersonen, unterstützt durch Banken, Zugang zum Devisenhandel verschafft. Dabei fungieren die Banken meistens als Broker und bieten den Privatpersonen Ihre Plattformen zum Tausch der Devisen an, wobei der Gewinn der Bank in der Differenz dem Kaufs- und Verkaufskurs zu sehen ist. Anders als oftmals publiziert, ist die Differenz zwischen Kaufs- und Verkaufskurs sehr klein und unterscheidet sich erst in der vierten oder fünften Nachkommastelle.

Der Handel mit Devisen ist vor allem für Privatpersonen mit äußerst hohen Risiken verbunden und daher nicht geeignet, obwohl gerade Banken in jüngster Vergangenheit versuchen private Personen für diesen Markt zu gewinnen. Werden etwa 1000 Euro in eine andere Währung getauscht, und die neue Währung verliert schneller an Wert als dass die Privatperson in die ursprüngliche oder in eine andere Währung tauschen kann, sind enorme Verluste zu erwarten, es besteht hierbei Nachschusspflicht in Höhe des Verlustes. Es handelt sich hier meistens um einen Handel mit Marge.

Als meist gehandelte Währungen sind der US-Dollar, der Euro, der japanische Yen und das Britische Pfund zu nennen, als Währungspaare sind oftmals der Euro und der US-Dollar dominierend. Die Marktaufsicht des Devisenhandels wird nicht global gesteuert sondern durch die in dem Land beauftragenten Bankenaufsichten.

Die Risiken der Banken bestehen durch Markt- und Liquiditätsrisiken aber auch durch negative Entwicklungen in Währungskursen, Zinsen oder gar dem Ausfall von Kontrahenten. Die Risiken aus den Devisenmärkten werden durch den Value at Risk gemessen, er beschreibt die obere Verlustgrenze.

Der Devisenmarkt spielt nicht nur in der Praxis eine gewichtige Rolle sondern auch in der volkswirtschaftlichen Theorie der Makroökonomie.

Der foreign exchange market

Der foreign exchange market wird durch den Devisenhandel bestimmt, wobei im engeren Sinne der Interbankenmarkt mit Kundengeschäften und Eigenhandel eine gewichtige Rolle spielt. Als Handelsobjekt spielen Devisen die bestimmende Rolle, Devisengeschäfte bestehen z.B. aus den Formen Devisenkassa- oder Devisentermingeschäft bzw. den verwandten Derivaten, Devisenswapgeschäften und Devisenoptionsgeschäften.

Devisenkassageschäfte sind durch die Erfüllung beiderseitigen Ansprüche in maximal zwei Bankarbeitstagen gekennzeichnet, d.h. die Erfüllung, die der Verkäufer zu liefern hat und die der Käufer zu leisten hat wird als reiner Währungstausch verstanden.

Devisentermingeschäfte liegen mindestens drei Bankarbeitstage oder mehrere Wochen oder gar Monate zwischen dem Geschäftsabschluss und der Erfüllung. Zu beachten ist hierbei, dass die fest vereinbarten Devisenkurse völlig unabhängig von der späteren Kursentwicklung sind, deshalb werden diese Geschäfte auch Kurssicherungs- oder Hedgegeschäfte genannt.

Devisenswapgeschäfte, kurz Swap, ist eine Mischform aus beiden vorher genannten Geschäften, also Kassakäufe mit Terminverkäufen oder umgekehrt. Der gleichzeitige Tausch beider Währungen wird sowohl zum Geschäftsabschluss als auch zum Rücktausch fest vereinbart, es handelt sich wieder um ein Sicherungsgeschäft.

Devisenoptionsgeschäfte sind Vereinbarungen zwischen Käufer und Verkäufer. Dem Käufer wird das Recht eingeräumt eine bestimmte Währung, zu einem bestimmten Kurs innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu beziehen oder zu liefern, wobei zu beachten ist, dass für dieses Recht der Käufer an den Verkäufer einen Preis entrichten muss (sogenannte Optionsprämie). Der Verkäufer verpflichtet sich im Gegenzug die bestimmte Währung zu liefern oder zu beziehen.

Der Devisenmarkt – Was versteht man unter FOREX?

Devisenmarkt, oft auch Foreign Exchange Market, Forex, FX Market oder Währungsmarkt genannt, ist der Ort, an dem Angebot und Nachfragen in puncto Devisen aufeinander treffen und zum gegenwärtigen Kurs gehandelt werden.
Grundsätzlich ist dieser Markt kein Markt im eigentlichen Sinne, denn der Devisenhandel findet zwischen den Teilnehmern statt wobei die Börsen dazu abgeschafft worden ist. Mit einem täglichen Volumen von etwa 4 Billionen US Dollar ist er, der größte Finanzmarkt der Welt.

Der Handel geht auf das Jahr 1880 zurück und wurde durch die Gründungen von IWF und der Weltbank einerseits und einige Abkommen andererseits geprägt. Die Ablösung von festen Wechselkursen hin zum “Floating” erhöhte zum Teil das Risiko für die Beteiligten beträchtlich, Kursschwankungen auf den Aktien- oder auch foreign exchange markets waren größer geworden. Durch verschiedene Krisen, vor allem in Ländern Latein- und Südamerikas, zeigte sich, dass der Devisenhandel extrem abhängig von staatspolitischen und staatlichen Einflüsse ist und die Zentralbanken bzw. der Staat regulierend eingreifen müssen.

Unter dem Devisenhandel wird der Tausch inländischen Geldes in ausländische und umgekehrt verstanden. Die wichtigsten Marktteilnehmer sind sicherlich sowohl Kreditinstitute als auch größere Industrieunternehmen, private Händler, Makler und Handelshäuser. Darüber hinaus spielen die Zentralbanken eine entscheidende Rolle um das Gleichgewicht auf den Märkten wiederherzustellen. Der Handel mit Devisen vollzieht sich meistens im Interbankenhandel, so dass die Mehrzahl der Devisenbörsen bereits vor einigen Jahren geschlossen worden sind.