Der Markt für Devisen, kurz foreign exchange market oder forex ist einer der wichtigsten weltweiten Märkte. Um den Export und Import, also den Außenhandel betreiben zu können, sind Währungen weltweit von enormer Bedeutung. Die Devisen fließen dabei über die Kapitalmärkte in Form von Kapitalimport oder Kapitalexport, wodurch sie gar nicht mehr physisch sondern rein ideell verbucht werden. Das Geld gibt es sozusagen gar nicht, welches in den weltweiten Finanzströmen hin und herfließt. Immer wieder wird gerade wegen der Flexibilität der Devisenmärkte angemerkt, dass die Forex Märkte zu unkontrolliert ablaufen, was den Staaten und Gesellschaften großen Schaden durch Spekulation einbringt.
Dagegen hatte der US-amerikanische Nobelpreisträger James Tobin den Vorschlag unterbreitet, durch eine Steuer auf Finanztransaktionen die langfristigen Faktoren der Investition zu stärken und die kurzfristigen Einflüsse, die die Spekulation begünstigen, heraus zu halten.
Die Makroökonomie hat daraufhin seit Jahren versucht, derartige Modelle zu kreieren, die speziell darauf abstellen, die Kapitalmärkte robuster zu machen, um den weltweiten ungezügelten Finanzströmen Einhalt zu gebieten. So sollen Wohlfahrtsverluste minimiert werden und es soll möglich werden, dass Investoren, die ihre Finanzierung auf eine langfristige Basis stellen, auch besser gestellt werden.
Das Schlüsselwort hierzu ist die internationale Politikkoordinierung. Nur durch eine nachhaltige und gemeinsame Koordination der politischen Beweggründe ist es möglich, die Märkte davon zu überzeugen, dass sie nicht nur kurzfristige Gewinne hochschätzen, sondern ihr Kapital dorthin anlegen, wo es im Kosten-Nutzen Verhältnis auf eine lange Frist gesehen die höchsten Renditen erbringt. Auch die Devisenmärkte, also die foreign exchange markets, müssen sich hier wohl noch auf Veränderungen einstellen, auch wenn diese viel langsamer vonstatten gehen, als es sich so mancher wünschen würde.nach